Erinnern und Gedenken
Verfolgung und Widerstand in Sangerhausen 1933-1945

Willkommen auf unserer Webseite

Wir informieren über Aktivitäten der Initiative Erinnern und Gedenken Sangerhausen sowie über inhaltlich ähnliche Veranstaltungen und Ereignisse in der Region. Dokumentiert werden auch Forschungsergebnisse zu einzelnen Personen und Personengruppen, die in Sangerhausen während des Nationalsozialismus verfolgt wurden bzw. Widerstand leisteten.  

Gedenkveranstaltungen zum 73. Jahrestag der Befreiung der Konzentrationslager (Auswahl)

Mittwoch, den 11. April 2018 - Buchenwald: 11 Uhr vor dem ehemaligen Krematorium, 11:15 Uhr auf dem ehemaligen Appellplatz

Sonntag, 22 April 2018 - Ravensbrück: 10 Uhr auf dem ehemaligen  Appellplatz

Mitfahrmöglichkeit aus Sangerhausen erkunden unter Tel. 03464 260830.

Eisleber Blutsonntag vor 85 Jahren

Am 11. Februar wurde auf dem Alten Friedhof in Eisleben der Opfer des Blutsonntags 1933 gedacht. Dabei hielt Kathrin Gantz in Vertretung der Oberbürgermeisterin von Eisleben, Jutta Fischer, folgende Ansprache.

Rückblick: Holocaustgedenktag 2018

Anlässlich einer Gedenkminute aus Anlass des Holocaustgedenktages am 27. Januar, 11 Uhr, an der Gedenktafel am Rathaus in Sangerhausen wurden die Namen von 26 Sangerhäuser Jüdinnen und Juden verlesen, die in den Vernichtungslagern umkamen, sowie 3 Namen von Sangerhäuser Frauen, die der NS-Euthanasie (Patientenmorde) zum Opfer fielen. Die Gedenkrede hielt Oberbürgermeister Sven Strauß.


Neue Mitstreiter

Die Initiative Erinnern und Gedenken hat einen neuen Partner gefunden. Im Christlichen Jugend- und Kulturzentrum TheOdoor beginnt ein Projekt "Geschichte aufspüren". Es will Jugendliche an das "dunkelste Kapitel der Geschichte, die NS-Zeit" heranführen. Ansprechpartner: Herr Gerold Peetz, Email: post@theodoor.de. Erhältlich ist auch dieser Flyer.

Gegen Geschichtsrevision - Initiative nimmt Stellung

Mit der Alternative für Deutschland (AfD) formuliert erstmals eine in den Parlamenten vertretene Partei Einwände gegen die heutige Erinnerungsarbeit. Im Parteiprogramm der AfD heißt es dazu: „Die aktuelle Verengung der deutschen Erinnerungskultur auf die Zeit des Nationalsozialismus ist zugunsten einer erweiterten Geschichtsbetrachtung aufzubrechen, die auch die positiven, identitätsstiftenden Aspekte deutscher Geschichte mit umfasst.“ Dieser harmlos klingende Satz bringt nicht zum Ausdruck, worum es der Partei geht ...  Weiterlesen.

Rückschau: Volkstrauertag 2017

Die Initiative Erinnern und Gedenken nahm am 18. November an der Krazniederlegung am Mahnmal auf dem Sangerhäuser Friedhof teil. Für die Initiative sprach Dr. Peter Gerlinghoff über das Kriegsjahr 1917. Weiterlesen.


Rückschau: Pogromnachtgedenken 2017


 

96 Schülerinnen und Schüler von der Thomas-Müntzer- Schule und der Heinrich-Heine-Schule nahmen an der Veranstaltung in der Kreis-Musikschule in Sangerhausen teil.

Rückschau: Pogromnachtgedenken 2016

Sangerhausen 10. November 2016

12 Uhr Marienkirche - Auftakt zur Begehung der Stolpersteine durch Jugendliche des Geschwister Scholl Gymnasiums. Die drei achten Klassen wurden durch Ernst-Albrecht Henke begrüßt und teilten sich dann in 7 Gruppen auf, die an den Stolpersteinen an die Opfer des Nationalsozialismus erinnerten und ihren Widerstand würdigten. anschließend wurden die Gedenkplatten gereinigt.

 

Eine Gruppe nahm sich die Verlegestelle an dem Hüttenstraße 26 vor. Dort lebte vor der Deportation und Ermordung die Familie Fleischmann mit drei Generationen.

Volkstrauertag 2016 am 13. November: Gedenken am Mahnmal auf dem Sangerhäuser Friedhof

Nach der Eröffnung durch den Oberbürgermeister der Stadt Sangerhausen, Ralf Poschmann, sprachen für die Initiaitve Erinnern und Gedenken Dr. Peter Gerlinghoff und für den Sangerhäuser Geschichtsverein Helmut Loth.

Als mahnende Beispiele wurden zwei Schicksale von Soldaten des 1. Weltkrieges herausgestellt, die in Sangerhausen, von den Schlachtfeldern kommend, nach schweren Verwundungen verstarben.

 Der Hauptmann und Kompaniechef Karl Dreßler vom Rheinischen Infanterie Regiment 160, ein Mann in den besten Jahren, überlebte die ersten vier Kriegsmonate nicht.

Der knapp neunzehnjährige Füsilier Kurt Hoffmann erlebte das Kriegsende im Lazarett und hatte noch 7 Monate Siechtum vor sich, bis er am 24. Juli 1919 in Sangerhausen verstarb. 


Rückblick: Stolpersteinverlegung am 2. Oktober 2015

Am 2. Oktober 2015 wurden wiederum unter Beteiligung von Jugendlichen, darunter Schülern und Schülerinnen des Geschwister-Scholl-Gymnasiums und einer Kath. Pfadfindergruppe Erinnerungszeichen für Klara Merkelt,Therese und Erhard Meyerstein, Sofie Luise Gorek und Alban Hess. verlegt. Siehe auch  Bildergalerie.

Rückblick: Eröffnung der Ausstellung Rosen in Ravensbrück" im Europa Rosarium Sangerhausen am 5. September 2015

Die von der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, dem ehemaligen Frauen-konzentrationslager, erstellte Ausstellung zeigt die Bedeutung der Rose in der Erinnerungskultur. Der Franzose Michel Kriloff, 1942 Zwangsarbeiter im Rosarium, züchtete 1973 eine Erinnerungsrose "Résurrection" (Auferstehung). Über die Geschichte dieser Rose sprachen u. a. Marie-France Cabeza-Marnet und Francoise Marchélidon von "Amicale Ravensbruck" (Paris). Siehe auch Bildergalerie.

Rückblick: Erinnerung an nationalsozialistische Patientenmorde

Am 7. März 2015 wurden vor dem Johannesstift in Magdeburg, Pfeifferstraße 10, für Martha Böttcher und Johanna Querndt Stolpersteine verlegt. Als geistig bzw. körperlich Behinderte wurden die beiden Sangerhäuserinnen zwischen Mai und August 1941 in der Anstalt Uchtspringe ermordet.

Vorbildlich: Schüler übernehmen Patenschaft für Stolpersteine

Die Arbeitsgemeinschaft "Schule ohne Rassismus" des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Sangerhausen übernimmt eine Patenschaft über die in Sangerhausen verlegten Stolpersteine. "Man muss etwas machen, um selbst keine Schuld zu haben", lautet es in der Selbstverpflichtung. Bei den Stolpertseinverlegungen sind die Schülerinnen und Schüler nicht nur Gäste, sondern Mitwirkende.